Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wintermütze... goldenes Grün für den Winter

Da war ich doch recht mutig und habe mir mal ein Mützchen gestrickt. Eigentlich habe ich das nur angefangen, weil mir das Muster so absolut genial gefallen hat.

Was blieb mir also andere übrig?
Es ist das Bayret von Christel Nyberg, ein Barett und es war eine Heidenarbeit, das zu nadeln. Alles verschränkt und überkreutzte Maschen.

Da war nichts mit nebenbei Fernseh gucken!
Der "Schnitt" der Mütze wirklich einfach aber das Muster: puhhh, extrem arbeitsintensiv.



Das Bild hat Seltenheitswert.. nochmal seht ihr mich hier nicht so ;-)





Die Mütze muß nach dem Fertigstellen noch in Form gebracht werden. Hier seht ihr sie auf meinem Barett - Ständer ;-). Sie trocknete da so vor sich hin.


Das ist unten drunter. Ein Litermaß und ein normaler Suppenteller.
Wichtig ist, das der untere Teil, was immer ihr auch nehmt, nicht zu breit ist ( nicht breiter als der Durchmesser beim Stricken ) aber hoch sollte es sein.
Der Teller darf den runden teil der Mütze zwar spannen aber ja nicht überdehnen.

Lucy, meine Blauschildpatt - Perserkatze, hat die ganze Zeit alles sehr aufmerksam kontrolliert und überwacht.

Wie schon gesagt, das Muster und der "Schnitt" ist wirklich einfach und auch das Englisch, indem die Anleitung geschrieben wurde ist für Anfänger geeignet.

Das Garn ist übrigens das Malabrigo Sock Yarn in der Farbe Lettuce.
Es ist ein 100% Merino Garn.
Gekauft habe ich das bei Maschenkunst in Köln. Ein herrlich zu strickendes Garn, das auch wirklich sehr warm ist und das Muster sehr klar heraus bringt.

Sodele, dann werde ich mal weiter an meinem Tuch arbeiten. Ich nadel nebenbei meine UFO`s ab.

Muss auch mal sein :-).

Und ja, meine Haare sind tatsächlich lang, gesund und ich bin stolz drauf. Sie gehen mir hinten bis zum Steiß und sind mittlerweile 80 cm lang... und es darf mehr werden ;-).

Wünsche euch kreative Zeit!
Gabriela

Dienstag, 13. Oktober 2009

Caracole..... erwachen der schlafenden Schönheit

Ja der Winter ist im Anmarsch und ich bin da ja recht Kälteempfindlich.
Alles unter 20°C ist Frost!
Socken habe ich ja nun ( nie ) genug aber ich mußte mal was anderes auf der Nadel haben.

Ich bin schon lange um Tücher herum geschlichen und nun sollte es eins werden.

Tata.... hier ist das Caracole , ein freies Tuchmuster von Dodile


Es ist schon sehr interessant, wie sich ein Tuch in seiner ganzen Pracht durch das Spannen, auch Blocken genannt, entfalten kann.
So sah mein Tuch aus, als es frisch von der Nadel gehüpft war.

Zwar schon schön aber man konnte die ganze Pracht der Feinheiten nicht erkennen und das macht ja Tücher erst aus.

Nachdem ich das Tuch dann erstmal eine Stunde fleißig gewässert hatte, habe ich es in ein Badetuch eingerollt und liebevoll ausgedrückt.
Auf keinen Fall wringen!

Dann habe ich meiner großen Tochter die Puzzlematten geklaut ( und abend wegen der Nadeln eine sehr ernste Standpauke mit Hände in den Seiten von ihr bekommen :-D ) und das Tuch gespannt.

Da es draußen zwar kalt aber sehr windig und sonnig war, durfte Tüchlein auf dem Balkon trocknen.
Ging ja da dann auch sehr schnell!


Generell kann ich sagen, das das Muster wirklich sehr einfach ist.
Die Designerin ist zwar Französin, hat das Muster aber auch freundlcherweise in englisch übersetzt.
Auch diejenigen, die kaum englisch sprechen, sind da gut aufgehoben.
Beide Sprachen sind in einer Anleitung zusammen gefasst.

Das Muster ist nach kurzer Zweit intutitiv zu stricken, geht prima auch mal eben zwischendurch.
Als Garn habe ich Tausendschön Admiral Bambus genommen und in NS 4 gestrickt.
Gebraucht habe ich gut 1 3/4 Stränge.

So, nu will ich mal, gemäß der gestrengen Anweisung meiner 4 jährigen, die Löcher der Stecknadeln in den Puzzleplatten wieder zunähen *lach*,
da ja sonst das Puzzle nicht mehr passt.

Für mein nächstes Tuch, das Aeolian mit Perlen ( natürlich schon in Arbeit ) , muß ich mir wohl eigene Puzzleplatten kaufen.

Ach so, am kommenden Samstag ab 10.00 Uhr ist im Cafe Moritz wieder Strickertreff!
Wer kommen will.... kommt!

Wünsche euch kreative Zeit!
Gabriela

Donnerstag, 17. September 2009

Mingus..... fruchtig strukturiert

Hach, diese Socke war was für Mutter`s Tochter: MICH :-).


Das Chart musste ich mir zwar erst zusammen basteln,
da mir, wie in der Anleitung beschrieben, das hin und her gegucke einfach zu anstrengend war. So habe ich das Chart mehrfach kopiert und in einer kleinen Fleißarbeit eben passend zusammen geklebt.
Gelohnt hat es sich auf alle Fälle.


Diese Socke läßt sich ganz sicher nicht ohne Chart stricken. Ich habe jede Reihe abgestrichen. Gut war dabei, das es keinerlei Zöpfe darin gibt... reine Strukturstrickerei.


Die Wolle ist die Zitron Trekking pro Natura und die ließ sich auf den Bambusnadeln ( 4er ) prima vertricken.
Das Muster selber ist eigentlich relativ elastisch. Ich konnte für mich die Masse und Maschenzahl so übernehmen


Die Socke hat wirklich Spaß gemacht zu stricken.
Obwohl man das Chart wirklich ständig dabei braucht, geht sie recht flott von der Hand.
Ich habe nur länger gebraucht, weil ich gerade noch drei Socken angestrickt habe ( sie sind doch alle sooooo schön ) und auch eine Mütze.

Ich wechsel halt so gerne :-).

Drei wurden es deshalb, weil Cookie es gewagt hat :-), eine neue Socke als Freechart bei Knitty zu veröffentlichen.

Sie heißt Clandestine und ich MUSSTE sie sofort anstricken *lach*.
Den ersten habe ich eh schon fast fertig sowie auch meine Socke vom Post darunter... das ist übrigens die ORNETTE.

Beide Socken sind sehr einfach zu stricken... bei Clandestine muß man aber gut den Text dazu lesen, da sind einige Sachen "versteckt", die wichtig sind.

So, bevor Fragen auftauchen,
ja,
die bunte Decke im Hintergrund ist ein selbstgemachter Quilt.

Design und Ausführung sind von meiner weltbesten und... ja, das kann man so sagen, quiltbesessenen Mama ;-)) * Kussi*.
Die Decke hat sie liebevoll für meine Kleine Maus gemacht... und da wird auch fleißig drin gekuschelt.

Sodele, ich glaube jetzt gehe ich doch mal ins Bett... oder stricken... oder Bett? Hach, immer diese schweren Entscheidungen :-)

Wünsche kreative Zeit!
Gabriela

(muß ich wirklich noch sagen, von wem die Muster sind? )

Freitag, 11. September 2009

Höhö... so eine Blendersocke....

... ich mag ja das Teasern nicht so aber hier werd ich echt schwach :-)
Was habe ich mit mir gerungen diese Socke zu machen.
Ich dachte, das die den Schaft hinunterlaufenden Zöpfe ewig dauern...... wie gesagt, dachte ich.

Dann die Überraschung:

das sind gar keine Zöpfe, das sieht nur so aus und geht ratzfatz :-)
.... poplige Rechtsmaschen... ich lach mich scheckig!

Die Socke ist echt DER Blender schlechthin.

.... welche ist das wohl ;-)?

Wünsche kreative Zeit!
Gabriela

Montag, 31. August 2009

Gothic Spire Socken..... herrlich blutrot

Ja, ich habe es wieder getan..... Cookie A. sind es, richtig geraten :-).


Das Sockengarn ist der Indian Summer Tweed von Drachenwolle in rot.

Als ich das Garn in Händen hielt, wußte ich sofort welche Socke dazu gehört!
Ein so herrliches blutrot schrie geradezu nach dieser Socke...... und ich habe sie gehört :-).

Das Muster ist eigentlich sehr einfach zu stricken und erklärt sich dann auch nach kurzer Zeit wieder von selbst.
Das besondere Bonbon an dem Muster ist das "plissieren" eines kleinen Maschenpaketes. Ist völlig unkompliziert, geht schnell und hat einen super tollen Effekt.

Hach, ist sie nicht herrlich?
Ich muß mit dem Tragen noch etwas warten denn das Garn ist eher für die kalten Tage geeignet.
... aber wenn ich so den Wetterbericht höre, könnte es doch schneller gehen *lach*

So, ich habe noch die Mingus Socken von Cookie auf der Nadel und die Spring Thaw Socks von Cat Bordhi als Wuppertaler KAL.
Die Bordhis stehen aber gerade hinten an, denn über die habe ich mich beim abnadeln riesig geärgert.
Aber das ist dann eine andere Geschichte.

Ach so, genäht habe ich auch noch, ist auch schon fertig, aber ich muß meine Tochter endlich erwischen, mal damit still zu stehen :-)).

Wünsche kreative Zeit!
Gabriela

Dienstag, 25. August 2009

Seelentröster......

... ich möchte euch allen für eure Kommentare und auch Emails mit euren sehr persönlichen Geschichten danken!
Sie zeigten mir, das es gar nicht so selten ist in so eine Situation zu kommen.

Einige schrieben mir, das sie nach dem Lesen meines Post`s erstmal ganz intensiv ihre Kinder geknuddelt und "berochen" haben. Gut so!

Achtet auf euch, nichts ist so wichtig wie Familie und Gesundheit.

Mein Seelentröster in meinen sehr persönlichen Momenten in der Zeit der Ungewißheit.

Nicht nur weil es ein unglaublich schönes Lied ist, sondern achtet auch mal auf den Text.




... aber ich liebe diese Sängerin sowieso :-)

Sodele. nu an die Nähmaschine :-), ja, sie rattern wieder.

Wünsche kreative Zeit!
Gabriela

Freitag, 21. August 2009

und dann hieß es plötzlich...... Krebs.

das es eine Weile in meinem Blog nichts neues gab hat einen Grund.
Ich habe mit eine der schlimmsten Zeiten hinter mir, an die ich mich je erinnern kann.

Begonnen hatte das vor knapp 5 Wochen am Abend auf dem Sofa, als ich meinen wohlverdienten Feierabend genießen wollte. Ich fühlte an meinem rechten Oberarm knapp unter der Schulter einen Knoten.

Ich war total überrascht und gleichzeitig geschockt. Was ist das denn...??

Ich bin ja Tierheilpraktikerin und daher habe ich einiges an medizinischem Wissen und so versuchte ich mich gleich zu beruhigen.... ist nur ein Lipom, eine Fettgeschwulst, versuchte ich mir einzureden.
Der Besuch bei meinem Hausarzt schien das auch erstmal zu bestätigen.
"Hhmm, leicht verschiebbar, schmerzlos, diese Lage, ist sicher ein Lipom. Ich überweise aber lieber mal zum Ultraschall." meinte mein Hausarzt.

Ok, Ultraschall ist gut und er bestätigte meine Einschätzung. Alles halb so wild und: Beruhige dich, alles wird gut. Einfach gesagt....

Kurze Zeit später war es dann soweit, der Ultraschalltermin.
"Gekapselt, verschiebbar, schmerzlos, diese Lage, ja, das sieht doch wirklich nach einem Lipo........ moment mal, was ist das denn? Hhmm, das sind dunkle Stellen im Tumor. Das ist nicht typisch für ein Lipom. Das könnten Blutgefäße sein und die...."

.. und die sind typisch für einen bösartigen Verwandten und nicht für ein Lipom" beendete ich den Satz. "
Ja, leider", meinte der Radiologe. " Wir müssen ein MRT, eine Kernspin mit Kontrastmittel machen und da mehr zu erkennen." Machen sie vorne einen Termin, aber bitte kurzfristig, ich sage meinen Mitarbeitern Bescheid."

Als ich wieder draußen war, war ich wie betäubt. Oh Göttin, warum ich, wieso das jetzt auch noch?

Zwei Wochen später war ich dann zum MRT wieder da. Die Zeit dazwischen war wie in Watte gepackt. Ich versuchte einfach nicht an mein "Knubbel" zu denken und wenn es doch hoch kam, verdrängte ich es sofort wieder.

Ich bekam das Kontrastmittel gespritzt und wurde in die Röhre geschoben. Das alleine ist für mich schon schlimm, da ich dann doch recht schnell Panik in der Enge bekomme.
Ich lasse die Augen zu und versuchte autogenes Training zu machen.

Ich war beruhigt, als der letzte Durchgang abgeschlossen war und hoffte wieder raus gefahren zu werden... aber da kam über meine Kopfhörer, das die Ärztin noch zwei Durchgänge machen will. Ich war geschockt: Wieso?

Bei der Besprechung mit der Ärztin hörte sich alles dann beruhigender an:
"Komisch" meinte sie, "sowas habe ich noch nie gesehen. Keine Blutgefäße, die extra hinführen, keine Verwachsung mit dem anliegenden Gewebe und eine Kapsel drum herum.... ich weiß zwar nicht was es ist aber es sieht definitv gutartig aus. Raus muss es aber."

"Ja sicher" meinte ich, und das bitte zügig!"

"Ja aber das weitere muß der Hausarzt veranlassen."

Ja super dachte ich, der ist nu für drei Wochen in Urlaub. Gut, das es gutartig ist.

Beruhigter ging ich aus der Praxis und harrte die drei Wochen aus.

Dann ein Anruf von meinem Hausarzt, der eigentlich noch 5 Tage in Urlaub weilte:"
Ja hallo, ich habe den Bericht hier.
Liest sich ja gar nicht gut, kommen sie bitte am Montag sofort in mene Praxis!"
" Öh, wie bitte? Ich denke der ist gutartig? Wurde mir so gesagt!"
" Nun, hier steht eine 98 % Sicherheit für ein Sarkom."

Peng!!!!!
Der Schlag ins Gesicht. Mir schossen sofort die Tränen ins Auge.
Sarkom..... eine der seltenstens, bösartigsten und schlecht behandelbarsten Krebsformen in der Schulmedizin, die es gibt.
Ich mußte mich setzten. Ich kenne das aus dem tierischen Bereich zur Genüge.
Ich war am Montag in seiner Praxis, las den Bericht und war am Boden zerstört. 98%... das war schon was.
Mein Arzt überwies mich sofort und zwei Stunden später saß ich, zusammen mit meiner kleinsten Tochter, meinem Chirugen gegenüber. Einem Oberarzt, der nur Schulter und Knie operierte und behandelte.
Er klärte mich auf.
" Ich habe die Aufnahmen mit den anderen Radiologen gesichtet und alle waren wir uns einig, das IST ein Sarkom. Sie wissen, das eine Amputation des Armes und die des halben Schultergelenks im Raum steht.Wollen sie in eines der beiden Spezialzentren für diesen Krebs oder..."

Man stelle sich diese Situation vor:
Ich sitze da mit meiner Einjährigen auf dem Schoß und er erzählt etwas vom Amputation. Ich weiß echt nicht, wie ich das überstanden habe!

" Nein, ich will erstmal nur eine Entfernung des Tumors ( er war leicht zu operieren, da eingekapselt und klar abgegrenzt zu den Nachbargewebe )
und dann werde ich die weitere Behandlung, sofern die Histologie tatsächlich ein Sarkom ergibt, überdenken.
Ich bin kein Versuchskanincheen und die Chemo kommt erst ganz zum Schluß.

Ich kenne mich in Krebstherapieen im alternativen Bereich sehr gut aus
( mache ich ständig bei Tieren mit Präparaten aus dem Humanbereich, auch für Sarkome,
und bin sehr erfolgreich damit ) und die kommen, wenn, zuerst."

Er grinste, als ich ihm verschiedene Präparate nannte, die er als Holländer gut kannte.
" Schön", sagte er, " wir sprechen dieselbe Sprache. Dann operiere ich sie."

Tja, da saß ich dann, in Erwartung der OP eine Woche später, wieder zu Hause.

98% das es eine der übelsten Episoden meines Lebens wird,
98% das mein Leben doch kürzer wird als erwartet,
98% das meine Kinder ohne mich ins Leben gehen,
98% ...... wieso ich?
Ich habe mich mental im Kreis gedreht.

Du mußt stark sein... stark für deine Kinder, laß dich nicht von so einem Fleischknubbel in die Knie zwingen. Nicht hat dich bisher klein gekriegt..warum das?
Immerhin hast du 2%, das es NICHT böse ist..... Das waren dann die Gedanken, die mir als Kämpfer am nächsten Morgen im Kopf hingen.
Ja, 2%... da gebe ich all meine Energie rein.

Wie ihr wißt, bin ich Heide und auf meine Art sehr spirituell.... wie der Rest meiner Familie und auch viele Freunde und auch Berufskollegen.

ALLE haben mich unterstützt.
ALLE habe ich gebeten NUR zu denken: "Er IST gut" und nicht zu denken: Lass ihn gut sein.

Energie folgt immer der Aufmerksamkeit!

Sie haben es alle getan und ich bekam viel Kraft für mich.

Die OP verlief sehr gut und nun begann die bange Woche des Wartens auf das histologische Ergebnis.

Gut, der Tumor war raus und das war beruhigend aber was kommt nun?
Weitere Behandlung weil bösartig? Oder war alles gut?

Ich habe immer wieder, wenn ich mal einen Moment für mich hatte, mein kleines Paket geweint.
Oft wurde ich traurig, wenn ich meine beiden wunderbaren Töchter beim Lachen zugesehen habe.
Mußte ich irgendwann darauf verzichten?
Höre ich sie noch oft lachen?
Wie lange kann ich sie noch in die Arme nehmen?

Immer wieder habe ich sie noch öfter berührt als früher, an ihnen gerochen, jeden Moment der Berührung mit geschlossen Augen bis ins innerste ausgekostet.... ohne mir was anmerken zu lassen.
Ihnen beim Schlafen zugesehen.... alles aufgesaugt was ging.

Positiv denken... mein ständiges Mantra:

Er IST gut!

Der Tag der Wahrheit:
Ich wachte schon mit Kopfschmerzen auf.
Gegessen hatte ich schon seit einer Woche kaum noch.
Heute um halb zwölf war der Termin.

Mein Partner war genauso angespannt wie ich. Als er sich zur Firma verabschiedete, drückte er mich, sah mir in die Augen und sagte:

" Alles ist gut" mein Schatz" er IST gut!"

Ich konnte nur mit dem Kopf nicken. Er drückte mich nochmal und mußte dann los.

Die Großerlern waren da, Kinder sitten.

Ich saß nun im Wartebreich. Fäden ziehen und und den Rest des Lebens verlieren oder umgestalten.

Als ich aufgerufen wurde, wurde mir schlecht.
Ich wackelte hinter dem Pfleger hinterher in den Raum hinein.
Warten,
warten
schon wieder
warten.

Dann kam die Ärztin, fröhlich lachen, offen und mit guter Laune.
Hhmm, kann so jemand eine schlechte Nachricht überbringen....

oh > Mantra singen...

"Tut mir leid, das sie warten mußten aber ich mußte den Bericht anfordern.
Um die Spannung gleich vorweg zu nehmem, tja, wir waren alle sehr überrascht über das Ergebnis. Es ist ein Hämangiom gewesen."

GUUUUUUUUUUUUUUUUTTTTTTTTT!!!!!

Ich sackte fast zusammen..... gutartig.
Die Sonne schien plötzlich heller und der Wattebausch, indem ich die letzte Zeit lebte, war verschwunden.

Ein Hämangion, ein Blutschwamm, Erdbeerfleck... ich jubelte innerlich.

" Extrem selten, das ein Erwachsener ein Hämangiom bekommt, da das eigentlich nur bei Kindern vorkommt.
Was noch ungewöhnlicher ist, das dieser auch noch mitten in ihrem Muskel war.
Wir haben das zur Sicherheit noch nach Jena in das Speziallabor zur Untersuchung eingeschickt. Das Ergebnis haben wir noch nicht aber ich denke, das sie es nur bestätigen.

Sie sind echt ein kleines medizinisches Wunder!" grinste sie mich an.

" Mir egal", meinte ich," nu Fäden raus, ich will nach Hause meine Kinder knuddeln!"
" Kann ich gut verstehen!"

Den Urschrei vor der Klinik werden wohl viele nicht vergessen.. aber das war mir egal.
Der zweite Urschrei kam dann aus dem Münsterland von meiner Mutter, die ich ange - sms -t hatte.

Die familiäre Erleichterung, nebst meiner, ist enorm gewesen.

2%, in die ich all meine Kraft gegeben habe.... 2%, die letztendlich 100 %waren.

Warum ich sowas persönliches hier schreibe?
Vielleicht um anderen in ähnlichen Situationen Hoffnung zu geben.
Meinen Respekt denjenigen auszusprechen, bei denen die 98% dann letzendlich die 100 wurden.

Meine innige Dankbarkeit denjenigen zu äußern, die mich mit aller Kraft unterstützt haben:

meiner Familie, meinen Freunden und auch meinen Berufskollegen.

Ohne euch hätte ich nur halb soviel Kraft für diese schlimme Zeit gehabt.

Gabriela